Wir sind Eigentümer von zwei Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus, wir bewohnen diese zwei Wohnungen auch.
Diese zwei Wohnungen liegen leider nicht nebeneinander, sondern auf zwei unterschiedlichen Stockwerken... horizontal gesehen liegt sogar noch eine fremde Wohnung dazwischen. Deshalb haben beide Wohnungen ihren jeweils eigenen DSL- bzw. Kabelanschluss, mit allen Vor- und Nachteilen (mehr Nachteile aus meiner Sicht).
Nun wird das Haus ans Glasfasernetz angeschlossen. Kurz vor Weihnachten wurden bereit Steigleitungen im Treppenhaus verlegt, in Bälde sollen die Glasfaserkabel aus dem Treppenhaus in die Wohnungen verlegt werden. Es hat ein paar Tage gebraucht, bis ich darauf kam, dass wir ja nun den Kabelkanal im Treppenhaus nutzen könnten, um unsere beiden Wohnungen netzwerkmäßig endlich zu verbinden...
Momentan ist in Wohnung O(ben) ein Kabelanschluss, in Wohnung U(nten) ein DSL-Anschluss, jeweils mit einer FRITZ!Box.
Mein Gedanke ist, in einer Wohnung - sagen wir mal oben - den Kabelanschluss zu belassen, und die Oben-FRITZ!Box über das Glasfaserkabel mit der Unten-FRITZ!Box zu verbinden, damit die Unten-FRITZ!Box in der U-Wohnung Internet, Telefon u. WLAN zur Verfügung stellen kann. Müsste ja gehen? Die U-FRITZ!Box wäre dann Slave oder wie auch immer das im AVM-Sprech heißt; sie wäre dann also nur noch Router, nicht mehr Modem.
Meine Fragen sind nun:
Was für ein Glasfaserkabel genau nimmt man, um die Wohnungen zu verbinden?
In was genau steckt man die Enden des Kabels rein? Was für Stecker muss das Kabel haben? Bin glasfasertechnisch totaler Noob. Aber irgendwas adaptermäßiges wird's wohl brauchen?
Was muss noch beachtet werden, damit die Wohnungsverbindung einigermaßen zukunftssicher ist? Also z. B. den Glasfaserkabeltyp? Oder falls der Kabelanschluss eines Tages durch einen Glasfaseranschluss ersetzt wird?
Servus! Interessanter Denkansatz, Aber du brauchst die nicht mit Glasfaser verbinden, was meinem Wissensstand auch gar nicht möglich wäre, da die Glasfaserleitungen, wenn überhaupt, als Stern ausgelegt sind und nicht von Wohnung zu Wohnung laufen. Ganz davon abgesehen, dass die Kabelbox keinen optischen Ausgang und die untere DSL-Box mit Sicherheit keinen optischen Eingang hat, so dass du jeweils einen Umsetzer bräuchtest. Wenn du überhaupt die Möglichkeit der Verbindung hättest, würde ein LAN-Kabel locker reichen. CAT 6a würde reichen, CAT 7 wäre etwas besser, sind beide bis 10 GBit/s. Telefonie, also welche Rufnummern welches Telefon bekommt, konfigurierts du in den Boxen.
Aber du brauchst die nicht mit Glasfaser verbinden, was meinem Wissensstand auch gar nicht möglich wäre, da die Glasfaserleitungen, wenn überhaupt, als Stern ausgelegt sind und nicht von Wohnung zu Wohnung laufen.
Ja. So wie ich den Menschen, der die Steigleitungen installiert hat, verstanden habe, sollen die Wohnungen von diesem Verteiler aus versorgt werden, also im 1. OG sowie nach unten ins EG und nach oben ins 2. OG:
Das dürfte wohl dann sternförmig sein. Da die Steigleitungen nach meinem Verständnis eh nochmal geöffnet werden müssen, um die die Kanäle und Kabel zu den einzelnen Wohnung zu verlegen, werde ich fragen, ob sie dann dabei unser Kabel von O-Wohnung zu U-Wohnung mit verlegen würden.
Zitat von Hardwaremensch
Ganz davon abgesehen, dass die Kabelbox keinen optischen Ausgang und die untere DSL-Box mit Sicherheit keinen optischen Eingang hat, so dass du jeweils einen Umsetzer bräuchtest.
Deswegen dachte ich, dass für die Glasfaserverbindung so ein RJ45-auf-SFP-Konverter nötig sein würde, damit der Anschluss an die FRITZ!Box gelingt. Ich möchte ungern in 10 Jahren die ganzen Kabelkanäle wieder aufmachen müssen, weil CAT7 dann nicht mehr ausreichend ist...?
In welcher Realität sollen 10 GBit nicht ausreichend sein, wenn aktuell die schnellste (und teuerste) Glasfaserverbindung gerade mal 1GBit beträgt? Und hoffentlich haben deine dann existierenden Boxen (oder was für ein Router auch immer) einen entsprechend schellen Eingang.
Und zu deinem Bild: Glasfaser ist nicht dazu gedacht verteilt zu werden. Da ist jede Faser exclusiv, wie beim DSL. Wenn du also FTTH bekommst, dann bekommst du auch deine eigene Glasfaser, nur für dich. Verlegen tun dir übrigens so gut wie alles - sofern du es bezahlst, denn diese Leistung ist vom ursprünglichen Auftragsgeber weder angeschafft noch bezahlt
Ja, okay, wenn Du meinst... Wie gesagt, ich bin Glasfaser-Noob. Aber schau, vor 10 Jahren war im Bereich Privathaushalte Glasfaser noch gar kein Thema, heute ist 1 GBit/s die obere Marke und was ist in 10 Jahren?
Aber wenn CAT7 für die nächsten 10 Jahre ausreichend ist, soll's mir recht sein. Das vereinfacht die Sache ja auch, so ein Kabel benötigt dann keine Konverter.
Ich sehe gerade in Wikipedia und Amazon, dass es auch CAT8-Kabel gibt. Was meinst Du dazu?
Hi,
Klink mich mal ein. Nur ergänzend. Für den Haushalt konzipierte Router können kein internes Netz über Glas aufbauen. Geräte die das können, spielen in einer ganz anderen Liga. Und man braucht für gewöhnlich SFP Module mit 850nm. Nur, In Fritzboxen die ein SFP Eingang haben, passen nur die von AVM hergestellten SFP Module. Und es gibt da nur zwei Varianten. GPON und XSGPON. Also ausgelegt für das empfangen von Licht aus dem glasfasernetz der Anbieter. Und zu alldem, selbst wenn man das Geld hätte, muss man sich da schon ein bisschen auskennen. Aber ehrlich, das wäre es wahrlich nicht wert. LAN und aus die Maus. Einfach und günstig. Ich glaube aber nicht, dass sie dir das netzwerkkabel mit verlegen. Ehrlich gesagt weiß ich jetzt gar nicht wie das rechtlich ist. Wenn der Kanal nur für die Verlegung für das Glas montiert wurde, kann es gut sein, dass die Nein sagen. Aber wenn die mal weg sind, kann ja vieles passieren. LAN 8? Why Not. Ich kenne hersteller, die legen den Geräten heute noch nur cat 6 bei.