Leitung ins (Miets-)Haus: wer ist zuständig für "Qualität"?`

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  1. #1
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    Unglücklich Leitung ins (Miets-)Haus: wer ist zuständig für "Qualität"?`

    Moinmoin...

    ich wohne seit ein paar Jahren in einem Altbau, grob geschätzt aus den 20er Jahren. Ich bin damals als Alice-Kunde dort eingezogen, und das initiale Anschluss-umziehen hat problemlos geklappt. Allerdings wurde mir nach ein paar Wochen die Geschwindigkeit von 6Mbit (Vertrag aus der alten Wohnung) auf 3,5Mbit zurückgefahren, weil es immer wieder zu Abbrüchen kam und ich wohl durch den Umzug so ziemlich ans Ende eines Kabelstrangs gerutscht bin (~ 1800m zur nächsten Schaltstelle). Das war für mich in Ordnung, der Geschwindigkeitsverlust war ja nicht so tragisch, lief dann ja alles stabil. Soviel zur Vorgeschichte.

    Seit mittlerweile 2-3 Jahren habe ich mehrmals im Jahr das Problem, dass die Leitung für 2-5 Tage immer wieder einen Wackelkontakt hat. Die Internetverbindung läuft 1a und ist dann plötzlich komplett weg. Wenn ich währenddessen über Festnetz (ISDN) telefoniere, kann ich es richtig knacken hören. Also kein beständiges Rauschen, sondern ein sehr kurzes Knackgeräusch bzw eine halbe Sekunde sehr lautes Rauschen. Die Telefonverbindung ist dann meistens noch da, aber Internet muss sich erstmal neu verbinden.

    Ich hatte das Ganze damals als es losging einmal mit unzähligen Hotlineanrufen über Alice bis zur Telekom hocheskalieren lassen, die dann tatsächlich (nach dem obligatorischen Splitter-Tausch) einen Techniker geschickt haben. Ergebnis: der von außen schicke Telekom-Hausanschluss bei uns im Treppenhaus (Mietshaus mit 10 Parteien) direkt vor meiner Wohnungtür hat zwar von außen eine ziemlich neue Klappe, dahinter verbirgt sich aber nur ein Loch in der Wand, in dem ein Hausanschlusskabel aus dem (grob geschätzt) 2. Weltkrieg ankommt und über ein Bakelit-Schraubfeld auf die (neuen) Zuleitungen in die Wohnungen läuft. Ich konnte richtig zusehen, wie an DSL-Modem und NTBA jedesmal die Lampen ausgingen, wenn er da drangegriffen hat. Er hat dann meine Leitung von dem Bakelit-Schraubfeld abgenommen und direkt mit meiner Wohnungleitung über Quetschverbinder verbunden. Damit war erstmal Ruhe und alles hat funktioniert, aber seitdem hab ich wie gesagt immer mal wieder Knacksgeräusche, Verbindungsabbrüche und mein Internettempo bleibt gedrosselt obwohl vertragliche mittlerweile 16000 möglich wären.

    Das Ganze geht mittlerweile soweit, dass ich überlege zu Kabel Deutschland zu wechseln, die Fernsehverkabelung im Haus ist nämlich zumindest aus den 90ern. Denn selbst ein Wechsel von Alice zurück zur Telekom ändert ja nichts an dem großen Abstand zur nächsten Schaltstelle. Das Problem dabei ist, dass es wie gesagt ein Wackelkontakt ist, und somit die übliche Dämpfungsmessung der Telekom recht normale Werte liefert, wenns nicht gerade mal knackst während sie messen...

    Daher mal eine generelle Frage: Wer ist denn rein rechtlich/baulich für die letzte Meile ins Haus zuständig? Muss die Telekom das alles bezahlen? Oder muss der Vermieter für die Kabel im Haus selbst sorgen, bzw. die Telekom dafür bezahlen?

    Mittlerweile wächst die Lust, das Ganze noch einmal komplett eskalieren zu lassen...

    grübelnde Grüße,
    Lakini

  2. #2
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    Standard AW: Leitung ins (Miets-)Haus: wer ist zuständig für "Qualität"?`

    Hallo Lakini
    Für die Leitung im Haus ist der Vermieter zuständig.
    Der muss in einem solchen Fall dann einen Elektriker beauftragen.
    Es müsste aber ermittelt werden, ob wirklich die Hausverkabelung schuld ist.
    Es kann ja auch an der Anschlussleitung bis zum Haus liegen.
    Wenn du aber deine Leitung schon direkt durchgeklemmt hast, kann zumindest der Verteiler ausgeschlossen werden. Es sei denn, du hast die Drähte nicht richtig verbunden.
    Ansonsten würde ich mal die TAE-Dose öffnen und schauen, ob dort alle Drähte richtig angeschlossen sind und alle Klemmen auch festgeschraubt sind.

  3. #3
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    Standard AW: Leitung ins (Miets-)Haus: wer ist zuständig für "Qualität"?`

    Die Leitung INNERHALB des Hauses vom Verteiler bis zur TAE-Dose in meiner Wohnung schließe ich eigentlich als Fehlerquelle aus, die ist ziemlich neu, und die TAE-Dose auch korrekt angeschlossen. Aber vom optischen Zustand des Hausanschlusses her gehe ich einfach davon aus, dass die 70 Jahre alten Kabel in den Hausflur rein zum Verteilerkasten nicht mehr die besten sind...

  4. #4
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    Standard AW: Leitung ins (Miets-)Haus: wer ist zuständig für "Qualität"?`

    Solange da aber kein Fehler festgestellt wird, wird sich da auch nichts un.
    Für diese Kabel ist die Telekom zuständig. Die Erdarbeiten muss dann allerdings der Vermieter bezahlen, soweit das mir bekannt ist.
    Im übrigen heißt dabei nicht alt = schlecht.
    Und vom Aussehen kann man noch lange nicht auf die Funktion schließen.
    Im übrigen wird sich durch die auswechslung des Kabels auch an deiner Geschwindigkeit nichts ändern, da das nur ein Bruchteil des Leitungswegs ausmacht.
    Da ist einfach physikalisch bedingt nicht mehr möglich.

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