Ich habe mir für meinen neuen VDSL Anschluss ein Vorschaltmodem(Das Sphairon Speedlink 1111) anschaffen müssen, da mein Router(Der Netgear R6400) kein integriertes Modem besitzt. Das Modem soll in der Lage sein mit VDSL Signalen bis zu 100Mbit/s umgehen zu können(Diese Information ist nur über das (Internet Archive)[https://web.archive.org/web/20110413...ink-1110.html] abrufbar, da die Webseite des Hersteller schon lange nicht mehr Online ist. Die Firma wurde von dem taiwanischen Hersteller Zyxel übernommen). Es kommen bei mir aber leider nur ca. 15Mbit/s an und das mit Unterbrechungen... Ein Telekom Techniker hat gerade eben den Anschluss überprüft und bestätigt, dass es am Modem liegt. Kennt sich hier jemand vielleicht mit DSL Modems aus und kann einschätzen, ob das Gerät defekt oder inkompatibel mit dem Anschluss ist? Ich würde es am liebsten irgendwie zum Laufen bringen, aber mir fällt dazu kein Ansatz ein.
Ich habe die Lösung des Rätsels mittlerweile gefunden. Es ist so, dass VDSL2 ohne Vectoring heutzutage nicht mehr unterstützt wird und ein solches Modem nur noch über ein "Rückfallprofil" läuft, welches wesentlich kleinere Datenübertragungsraten mit sich bringt, als was VDSL2 sonst könnte.
Das ist eine berechtigte Frage... Bei meiner Recherche zu DSL habe ich zunächst nicht finden können, was die Mindestanforderungen an ein DSL-Modem heutzutage sind. Ich bin naiverweise davon ausgegangen, dass ein DSL-Modem, das technisch gesehen 100Mbit/s modulieren kann geeignet für jeden 100Mbit/s DSL-Anschluss ist. Die Information, die mir fehlte war das eben nur noch Vektoring-Anschlüsse mit den Protokollen 17a und 35b bereitsgestellt werden. Da bin ich in Teilen selber Schuld, weil ich das mit ausführlicherer Recherche auch vor dem Kauf schon hätte WIssen können... andererseits finde ich, dass die Telekom(und andere ISPs) generische Router/Modem-Anforderungen veröffentlichen sollten, anstatt nur Instruktionen(ohne technischen Hintergrund) für eine Handvoll Router-Modelle.
Eine Sache, die mir immer noch nicht klar ist, ist ob jeder 100Mbit/s Anschluss mit einem 17a-fähigen Modem funktioniert oder ob manche 35b vorraussetzen, da die Protokolle ja nicht individuell für jeden Anschluss geschaltet sind. Ich bin jetzt mal auf Nummer sicher gegangen und habe ein Gerät bestellt, das beides kann, den tp-link Archer AC2100.
All das wäre natütlich einfacher gewesen, wenn ich einfach einen Router im Laden gekauft hätte, aber ich bin eben finanziell etwas limitiert und habe deshalb versucht herauszufinden, was die günstigste Option ist... Im Nachhinein betrachtet, wäre ich lieber zu einem lokalen Anbieter gegangen, der bei Studententarifen umsonst einen Router liefert.
Wenn mein Budget nicht so eng wäre, würde ich wahrscheinlich einen OpenWrt One mit einem Vigor Modem kombinieren.
Und selbst der Archer könnte schon wieder ein Fehler gewesen sein... anscheinend hat das Ding mehrere Hardwarerevisionen und zwei davon sind schon im EOS... Da ich das Gerät gebraucht gekauft habe, weiss ich nicht, ob es sich nicht vlt. um eine dieser Beiden handelt...